đ§ Zwei kleine Penisse retten die Welt
- Rocco
- 25. Jan.
- 4 Min. Lesezeit
đ§ Zwei kleine Penisse retten die Welt
(oder versuchenâs zumindest)
Und wieder fĂ€llt es mir schwer mich zusammen zu reissenđ
Lieber Joyclub Support, Ich gebe mein bestes um die Community Richtlinien einzuhaltenđ
Es waren einmal zwei kleine Buben.
Beide mit wahrscheinlich sehr kleinem Penissen
und sehr dominanten MĂŒttern.
Der eine wuchs im Geldspeicher auf â
sein Onkel war so reich wie Dagobert Duck,
sein Vater ein Motivationsposter in Menschengestalt.
Ihm wurde frĂŒh eingeblĂ€ut:
âDu kannst ALLES sein. ALLES haben. ALLES nehmen.
Auch Frauen. Vor allem Frauen.
Und Grönland. Einfach sagen, es du brauchst es. Und Venezuela sowieso. Dein Ăl.
Einfach grabben â sie wollen das.
Und wenn sie Nein sagen, ist das nur ein Test.â
So eignete sich der Junge mit der Körperhaltung einer Ente, das Selbstbewusstsein eines Kaugummis an und lernte:
Ignoranz ist mÀnnlich.
Und wenn du dich nur genug aufplusterst,
dann bekommst duâŠ
den gröĂten Penis der Welt
und wirst PrÀsident.
Oder Gott. Oder beides.
Der andere Junge war arm.
Er teilte sich sein Bett mit dem Vater
und die Aufmerksamkeit mit dessen Depressionen.
Er flĂŒchtete sich in Fantasien,
spielte mit Duracell Batterien, zeichnete Raketen mit explodierenden Herzen
und lieĂ sich von seinen fantasierten Freunden einreden:
âWenn ich nur genial genug bin,
helfen mir reiche Leute
und ich werde der neue Einstein oder der reichste Mann der Welt.
Dann bekomm ich auch den gröĂten Penis der Welt.
Oder wenigstens eine Instagram-Freundin.â
Und so wurden sie gröĂer â
körperlich zumindest.
Seelisch blieben sie: Kinder mit WLAN und Milliarden.
Als Manifest ihrer MĂ€nnlichkeit zeugten sie duzende Nachkommen.
Und erschufen Phallussymbole, aus Beton und Stahl
um der Welt zu zeigen,
wie mĂ€chtig â und wie kompensierend â
sie waren.
Der eine baute sehr hohe HĂ€user,
mit goldenen Klobrillen,
und heiratete in Staffeln â
als wĂ€re Ehe ein Abo-Modell mit RĂŒckgaberecht.
Der andere baute Raketen in Penisform,
schoss Autos ins All,
grĂŒndete Firmen,
löschte Journalisten,
kaufte das Internet,
und verlor es wieder â
so wie man sein Handy verliert.
Zwei Egos und eine Midlife-Crisis.
Beide sahen dabei aus wie animierte Karikaturen,
nur ohne den Charme von Pixar.
Und beide wollten dasselbe:
Weltherrschaft â
oder wenigstens die Kontrolle ĂŒber ihre Unsicherheit.
Und irgendwann trafen sie sich.
Und es war, als wĂŒrde
ein hollÀndischer Mops auf Botox
auf einen hyperaktiven, Duracell-gedopten Minecraft Creeper treffen.
Zuerst verstanden sie sich blendend:
Beide narzisstisch.
Beide gröĂenwahnsinnig.
Beide ĂŒberzeugt,
die Menschheit retten zu mĂŒssen â
ob die Menschheit wollte oder nicht.
Wie Pinky und Brain.
Nur mit schlechterer Frisur
und weniger Selbstironie.
âWas machen wir heute Nacht, Brain?â
â âDasselbe wie jede Nacht, Pinky:
Wir versuchen, die Welt zu ĂŒbernehmen.â
Nur dass in dieser Version niemand lacht.
Weil hier keine MĂ€use im Labor stehen,
sondern zwei MĂ€nner mit Raketen, Codes und Echokammern.
Und dann kam es zum groĂen Schwanzvergleich.
Also nicht direkt.
Aber indirekt.
HĂ€user, Firmen, Kinder, Likes, Zitate.
Ein stÀndiges Zucken in der Hose der Eitelkeit.
Ein Duell in GröĂenwahn-Deluxe.
Und trotzdem:
Die Penisse blieben klein.
Metaphorisch.
Aber eben auch emotional.
Weil sie nie gelernt hatten,
dass GröĂe nicht von auĂen kommt.
Denn:
Der kleine Penis war nie das Problem.
Er war nur das Symptom.
FĂŒr Angst. FĂŒr Mangel. FĂŒr dieses zĂ€he GefĂŒhl von:
Ich bin nicht genug.
Und so versteckten sie sich hinter Milliarden,
Raketen, Tweets, Deals, Dildos aus Titan.
Aber keiner davon macht dich menschlich.
Kein Vermögen heilt deinen Mangel an Verbundenheit.
Kein Kind ersetzt NĂ€he,
kein Applaus ersetzt ZĂ€rtlichkeit.
Und wenn du stirbst,
bleibt vielleicht dein Name.
Vielleicht dein Konzern.
Vielleicht dein VermÀchtnis.
Aber niemand, der dich wirklich kannte.
Weil du nie den Mut hattest, dich zu zeigen.
Nur den Drang, dich zu beweisen.
Also ja,
du kannst die Welt besitzen.
Du kannst PrÀsident werden, Raumfahrt betreiben,
Tweet-Kriege fĂŒhren, Menschen canceln, Gott spielen.
Aber wenn du dabei ein Arschloch bleibst,
bleibst du vor allem eines:
allein, und eben ein Arschloch.
Macht mag verbinden.
Aber nur Menschlichkeit hÀlt Menschen bei dir.
Und wer das nicht kapiert,
wird ewig der kleine Junge mit dem kleinen Penis bleiben,
der in die Welt ruft:
âSchaut her, wie groĂ ich bin!â
Und niemand mehr antwortet.
Und wÀhrend sie sich weiter im Kreis ihrer Macht drehen,
zwischen Goldklobrillen und Penisraketen,
wĂŒrde selbst ein uralter Text ihnen etwas zurufen:
âWem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen;
und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.â
Doch sie hören nicht.
Denn in Echokammern hallt nur das eigene Ego.
âWahre GröĂe zeigt sich nicht in der Hose.
Sondern im Herz, im Hirn und in der FĂ€higkeit, zuzuhören.â
Denn wenn ihr euch schon auffĂŒhrt wie die heiligen Vorzeige-Katholiken der Ideologie,
dann hört verdammt nochmal auch auf die wahren Probleme unserer Zeit.
Wenn ihr als Retter in die Geschichte eingehen wollt,
dann kĂŒmmert euch um die,
die euch wÀhlen,
die euch tragen,
die euch ernĂ€hren â
und nicht nur um eueren zu kleinen Penis.
FĂŒr Frieden,
fĂŒr Freiheit,
fĂŒr Gleichheit.
Denn euer Schwanzvergleich destabilisiert euer eigenes Fundament â
und wenn ihr nicht bald aufhört,
bleibt von euch nur noch eins ĂŒbrig:
Ein Konto.
Und vielleicht ein Podcast mit schlechter TonqualitÀt.
Feiert mit uns Satire und die Idiotie dieser Welt.




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