Shiny happy Rocco
- Rocco
- 22. Jan.
- 5 Min. Lesezeit
Alter was für ein Brett. Unsere Erste Kinky Party, ich als Techno - Amateur zwischen Angstschweiß und latenter Panik.
Ob die Musik zum Ambiente passt.
Wie die Leute dieses Setting abseits von großen Hallen finden.
Wie die Gäste auf unterschiedliche Charaktere Altersklassen, Fetische reagieren usw….
und dann das…
darauf ein Münchner- OIDER - Hey! MERCI!
(wer den link angeklickt hat weiß was gemeint ist.)
Am Freitagabend hat mich eine junge Frau gefragt, was mir dieser laden gibt, welche Kindheitstraumata ich damit aufarbeite und überhaupt wie man darauf kommt so einen Club zu machen.
Im ersten Moment dachte ich, was für eine bescheuerte Frage.
Was mir der Club gibt... ?
pffff….
Sieh mich an! Ist das nicht offensichtlich?
Chronischer Schlafentzug,
Ein ritt auf der Ökonomischen Rasierklinge.
Ein Leben wie ein Rockstar, SEX DRUGs ROCK’n’Roll (fast).
Die Absurdesten Geschichten.
Und viel zu tiefgründige Fragen um 3 Uhr nachts.
Und Vitamin D-Mangel
Geantwortet habe ich:
Der Club ist ich und ich bin der Club.
Es ist die Manifestation meines Seins,
meines Lebenslaufs,
meiner Vergangenheit
und meiner Zukunft.
Und mit Blick auf die geplante Küche. Ist es tatsächlich so.
Schlussendlich ist es wohl wie bei den meisten von uns. (Hoffe ich zumindest bzw. rede es mir ein, dass es anderen genau so geht.)
Die eigene Sinnhaftigkeit, die eigene Akzeptanz finden.
Die vielzitierte „Suche nach sich selbst“ hat nie ein Ende, solange man nicht den Mut hat in den Spiegel zu blicken.
Das Le Swing ist der Spiegel meiner selbst.
Immer ein bisschen zwischen den Welten auf der Suche nach eigener Identität, nach einer Ausrichtung. Nach Geborgenheit. Nach Ankommen.
Auf einer nie enden Entdeckungsreise voller Neugier und Angst.
Voller Entdeckungsdrang und Unsicherheiten. Voller Schabernack und Emotionalen Zusammenbrüchen.
Ein sicheres Zuhause, ein Rückzugsort für die Seele. Immer in dem Streben nach Persönlichkeit, Entwicklung, Erfahrung, Freiheit.
Ein ewiger Drahtseilakt.
Dass mir das Karma (…is a Bitch) genau diesen Gedanken am Samstagabend voll in die Fresse zimmert hätte ich eigentlich wissen müssen.
Die letzte große Party des Jahres, wurden also begleitet von den großen Fragen.
Zugegeben. Ich verstehe bei Gott nicht jeden Fetisch. Ich denke aber solange man andere unvoreingenommen akzeptiert, muss man auch nicht alles verstehen.
So werde ich im Leben nicht verstehen wieso nie eine Frau vor meinem nieschlaffwerdenden Riesendödel davongelaufen ist. Aber das ist ein anderes Thema.
Also, Samstagabend, UNHOLY KINK….
Scheiße,
da steht auf einmal ein Hund in meinem Laden.
Ok.
Latex…
Hund.
OH FUCK!!!
Ich hab ihn neulich erst bei der KinkedUp an der Leine gehen sehen.
Und jetzt ist er bei uns???
Ich meine, klar er war angemeldet ich hab ihn bestätigt. Nicht so richtig bewusst, wahrscheinlich eher alla „Ok cool komm gerne“, wenn er überhaupt auftaucht.
Nun war ich also endgültig bei Paniklevel - Endgegner angekommen.
Ich bin kein Fetisch Club!
Was wenn er sich nicht wohl fühlt?
Was wenn die anderen Gäste ihn nicht akzeptieren?
Was wenn jemand Lacht?
Oder Ihn gar verhöhnt und sich womöglich lustig macht über ihn.
Und Scheiße, was wenn er Gassi muss.?
Alles unbegründet.
Anfänglich noch der Typ mit Hunde Maske, war er nur zwei bis drei Stunden später - Der Hund.
Es war unfassbar wie schnell sich die Wahrnehmung ändert, wenn Akzeptanz Raum bekommt.
Eine Frau spielt Stöckchen werfen mit ihm.
Andere kraulen ihm den Kopf, weil er so süß ist.
Ich ertappe mich dabei, wie ich kurz überlege, ihm Wasser hinzustellen.
Komisch war nur, ihn später auf zwei Beinen aus der Flasche trinken zu sehen.
So nach dem Motto:
Öhh… guck mal. Der Hund kann aus der Flasche trinken.
Und je später der Abend, desto realer war der Hund.
Fast wie ein Maskottchen.
Von Gästen verhätschelt, gestreichelt und selbstverständlich.
-Man muss nicht alles verstehen.
Warum er der liebe und ich oft der Blöde Hund bin zum Beispiel.
Solange man andere unvoreingenommen akzeptiert.
Und genau das ist passiert.
Liebe Gäste alle die Ihr da wart.
DANKE.
Das ist unsere Identität. Das ist die Essenz von Le swing.
Mal sind wir der Schrillste Club des Universums wie bei der Rocco Horror folge Party https://www.joyclub.de/event/1797822.queens_heroes_muenchen.html
und mal sind wir Snoopys spezielle Hundehütte. Und beides ist richtig.
Es ist passiert wonach sich so viele Sehnen.
Akzeptiert zu werden.
Die Suche nach nähe, wärme, Zuneigung, in einem Spontanen unvoreingenommenen Akt der Menschlichkeit und Nächstenliebe.
Ohne urteil.
Es ist ein Kompliment, dass uns dieses Vertrauen entgegengebracht wird.Dass jemand im Latex-Hundekostüm nicht auf eine explizite Fetischparty geht,sondern zu uns.Auf eine Techno-House-Party.
Ein Kompliment an euch.Ein Vertrauensbeweis.Und ihr habt ihn erfüllt. (und damit meinen Blutdruck wieder in den unkritischen Bereich gesenkt).
Danke an euch Allen!
Danke Snoopy – Hund😉 herz
Einmal mehr hat sich, im Angesicht meines Blutschweißes aufgrund Todesangst-ähnlicher Panik bewiesen,
dass „Anders“ normalität und „Normalität“ halt doch anders ist als viele glauben.
Dass Freiheit bedeutet zu vertrauen und zu akzeptieren.
Dass Le Swing genau dieser Rückzugsort für die Seele, Ängste, Sorgen, Nöte ist.
Nicht weil wir irgendetwas lösen, sondern weil man loslassen kann.
Weil man sich stellen kann und alles Negative erstmal im Spind einsperren kann.
Heut zu tage scheint es völlig normal zu sein das gefühlt 90% der frauen Bi-neigungen haben.
Nun. Warum sollte das bei Männern anders sein?
-Weil man sich trauen kann.
Bi-Sexuelle, Crossdresser, TVs, TS, Gay, Lesbisch, ja sogar Hunde.
Ich kann Tausend mal schreiben LGBTIQ + Welcome bla bla bla.
Aber lasst uns ehrlich sein.
Das ist alles nur hohler Bullshit wenn das Wichtigste fehlt.
Ihr.
Euer Mood.
Eure Positiven Vibes.
Euer Le Swing Spirit.
Den Welcome bedeutet sich wohl fühlen, ankommen, akzeptiert sein. Und das liegt nicht nur an uns als Team und dem Laden.
Das liegt in erster Linie an der unvoreingenommenen Akzeptanz von euch Gästen.
Und auch wenn ich mich wiederhole. Danke. Dass ihr das Le Swing zu dem Macht was es ist, und danke daß ihr den Hund so
Danke an die DJs
und den Überraschungs-DJ mit eigener Anlage,die ganz dezent an mir vorbei aufgebaut wurde und einen mörderischen Sound hingelegt hat.
Ihr wart….
– ein urbayrischer Gruß höchsten Respekts: MERCI OIDER!
UNHOLY KINK. Oider, Was ein Brett!
Und bei genauerer Betrachtung wahrscheinlich die heiligste aller messen.
Denn bei uns wird Nächstenliebe nicht gepredigt, sondern gelebt.
Ohne „Friede sei mit dir“-Geschwafel,
ohne Angst vor göttlicher Bestrafung wegen Unzucht.
Wenn man ganz genau hinsieht.
Sind wir dann doch alle gleich.
Zwar jeder für sich aber immer wir für uns.



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