Rocco sagt: Eintritt ist kein Angriff
- Rocco
- 9. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Bevor jetzt jemand Schnappatmung bekommt:
Das hier ist kein Angriff.
Das ist Haltung. Und ein bisschen Ich 😉
Als ich das Thema für diesen Text laut ausgesprochen habe, wollten mir manche am liebsten die Finger brechen, damit ich es ja nicht wage darüber zu schreiben.
Aus Angst vor Shitstorm. Oder weil sie befürchteten, dass uns das den Gnadenschuss verpasst.
Ja, ich bin kein einfacher Zeitgenosse.
Ja, ich bin oft ziemlich stur.
Und vor allem bin ich mit Sicherheit kein beschissener Arschkriecher –
auch wenn es sich um hübsche Frauenhintern handelt.
Ich denke einfach, dass ein wahres Wort oft besser und gesünder für alle Beteiligten ist,
denn irgendwann schlägt die Realität ein.
Also dann, viel Spaß. 😉
Ihr engelsgleichen Gottesgeschöpfe voll der Schönheit.
Euch zu begehren ist unser Leid, euch zu erobern unser Joch.
Wir versuchen alles, um euch froh und uns wohlgesonnen zu stimmen.
Wir machen verdammt viel für Euch.
Safe Space, Awareness, Licht runter, Respekt rauf.
Wir sortieren Gäste aus, sagen oft auch netten Männern ab und tragen Verantwortung, damit Frauen sich frei, sicher und begehrt fühlen dürfen – ohne Preisetikett.
Und genau deshalb zahlen auch Frauen bei uns Eintritt.
Nicht trotz, sondern wegen Emanzipation.
Denn dort, wo Frauen gratis sind,
sind sie meistens nicht frei, sondern Lockmittel.
Währung. Marketing. Köder.
Alt. Staubig. Unsexy.
Bei uns sind Frauen Gäste.
Nicht Verhandlungsmasse, nicht Showact, nicht „Zahlungsersatz“.
Gleichwertig. Punkt.
Und ja – jetzt kommt der Teil, der manchen Mann nervt:
Wir behandeln Frauen bei uns besonders gut.
Wir achten auf sie, laden sie gern mal auf einen oder viele Drinks ein.
Ja klar! Natürlich laden wir unsere Gäste mal ein.
Aber nicht, weil sie nichts zahlen sollen.
Sondern, weil wir sie mögen. Abgesehen davon sind wir heterosexuelle Männer
und finden Frauen einfach toll. Und ihre Anwesenheit schätzen und genießen wir selbstverständlich. Zumindest bei den meisten.
So einfach. So ehrlich.
Der Unterschied ist entscheidend:
Freiwillige Wertschätzung ist sexy.
Erwartete Gratismentalität ist es nicht.
Wir kommen entgegen, weil wir euch gerne bei uns haben, ist was anderes als wir benutzen euch als Männer Magnet.
Selbstbestimmung heißt nicht:
„Ich bekomme alles umsonst mit meiner – Ich-bin-supersüß-Instagram-Attitüde,“ oder mit der „I know the DJ“ Karte.
Ich meine, wie kommt ihr eigentlich darauf?
Wir kennen uns kaum. Wirklich kaum.
Ihr wart noch nicht oft hier, wir haben uns noch nie richtig unterhalten, ihr seid despektierlich gegenüber meinem Team, fragt mich ins Gesicht, wer ich eigentlich bin und was ich will –
und trotzdem erwartet ihr, dass wir euch kostenlos auf Händen tragen? Wieso?
Und es ist mir, bei Gott, so absolut scheißegal, wie viele tolle Insta Follower du hast, ob du ein It-Girl bist oder welchen Dj oder sonst wen du kennst.
Selbstbestimmung heißt:
„Ich entscheide selbst – auch dafür, meinen Platz einzunehmen.“
Wer das fühlt, fühlt sich bei uns wohl.
Wer Eintritt als Kränkung empfindet, sucht vielleicht etwas anderes.
Und das ist völlig okay.
Wir wollen keine Ware.
Wir wollen Begegnung.
Ende der Durchsage.
Rocco.




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